Alternsforschung 

Lebensqualität und Wohlbefinden hochaltriger Menschen in NRW (Repräsentativbefragung NRW80+)

Dauer: 01/2016-12/2018

Projektleitung


Prof. Dr. Christian Rietz
Prof. Dr. phil. Michael Wagner
Prof. Dr. med. Christiane Woopen
Prof. Dr. phil., Dipl. Psych. Susanne Zank
Koordinator: Dr. Roman Kaspar


Hintergrund und Forschungsstand

Bereits heute sind fast eine Million Menschen in NRW über 80 Jahre alt. Der Anteil hochaltriger Menschen macht inzwischen die am schnellsten wachsende Altersgruppe unserer Gesellschaft aus.

Bisher fehlt es jedoch an grundlegenden Erkenntnissen zu Lebensqualität und Lebensumständen der Hochaltrigen, um ihre Bedürfnisse und den gesellschaftlichen Gestaltungsbedarf sinnvoll bestimmen zu können. Im Rahmen der 3-jährigen Studie „NRW80+“ wird erstmals landesweit und repräsentativ erfasst, unter welchen Umständen hochaltrige Menschen leben, welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen und wie sie leben möchten, um zufrieden zu sein, selbst mit vielfältigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (MIWF) fördert diese Studie mit insgesamt ca. 1,5 Millionen Euro.

Ziele

Mit der Studie NRW80+ werden erstmals repräsentative Aussagen zu Lebensbedingungen, Lebensqualität und subjektivem Wohlbefinden hochaltriger Menschen ermöglicht. Insgesamt 1.800 Personen über 80 Jahren werden NRW-weit befragt, um ein möglichst umfassendes und lebensnahes Bild zu erhalten. Auf dieser Grundlage können alltagsnahe Konzepte entwickelt werden: Wie kann die medizinische und pflegerische Versorgung hochaltriger Menschen verbessert werden? Wie können wir Lebenswelten in unterschiedlichen städtischen oder ländlichen Regionen so gestalten, dass eine als sinnvoll empfundene Lebensführung und ein hohes subjektives Wohlbefinden möglich sind?
In der Studie werden die Zugänge aller bei ceres vertretenen Disziplinen zusammengeführt und umfasst deskriptive, evaluative und normative Aspekte. Dies ermöglicht es, einen umfassenden und disziplinübergreifenden Kompetenz- und Datenpool zu generieren, damit gemeinsam praxisgerechte und gesamtheitliche Lösungen für eine Gestaltung guter Rahmenbedingungen des Alterns geschaffen werden. Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Baustein für die weitere Forschung im Wissenschaftsschwerpunkt zur inter- und transdisziplinären Alternsforschung, der an der Universität zu Köln und bei ceres entsteht.

Kontakt

Dr. Roman Kaspar

ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
Universitätsstr. 91
50931 Köln

+49 (0)221 470-89121
nrw-80plus[at]uni-koeln.de