Medizin und Standard

Medizin und Standard - Verwerfungen und Perspektiven

Wann ist eine medizinische Behandlung „gut“? Medizin, Ökonomie, Ethik, Haftungs- und Sozialrecht stellen an das Behandlungsgeschehen
unterschiedliche Anforderungen in Form divergierender „Standards“. Dies verursacht Spannungen zwischen den betroffenen Wissenschaftsdisziplinen, führt bereits zu ernsten Konflikten in der medizinischen Praxis,
ruft Steuerungsprobleme im Gesundheitswesen hervor und belastet das Verhältnis zwischen Arzt und Patient mitunter erheblich. Führende Vertreter ihres Faches haben in einer interdisziplinären Expertengruppe die divergierenden Standardbegriffe und ihre Folgen für die Gesundheitsversorgung aus Sicht von Wissenschaft und Praxis untersucht und Lösungsansätze für eine Harmonisierung der Anforderungen entwickelt. Die Ergebnisse werden auf der Tagung der Fachöffentlichkeit präsentiert und zur Diskussion gestellt. Es referieren:

Medizin
Prof. Dr. med. Hans-Friedrich Kienzle
Chefarzt der Chirurgischen Klinik Köln-Holweide a.D.; Mitglied der Gutachterkommission bei der Ärztekammer Nordrhein sowie des Arbeitskreises Ärzte und Juristen der AWMF

Prof. Dr. med. Hans-Detlev Saeger
Direktor der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Technischen Universität Dresden a.D.; Mitglied des Präsidiums der AWMF

Sozialrecht
Dr. iur. Barbara Lungstras Richterin am SG Berlin; wissenschaftliche Mitarbeiterin am BSG

Prof. Dr. iur. Thorsten Kingreen
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sozial- und Gesundheitsrecht, Universität Regensburg

Haftungsrecht
Wolfgang Frahm
Vorsitzender Richter am OLG Schleswig

Prof. Dr. iur. Christian Katzenmeier
Geschäftsführender Direktor des Instituts für Medizinrecht, Universität zu Köln

Ethik
Prof. Dr. med. Christiane Woopen
Geschäftsführende Direktorin ceres, Universität zu Köln

Datum
10. März 2017

Zeit
10:00 – 16:00 Uhr

Ort
Amélie Thyssen Auditorium
Fritz Thyssen Stiftung
Apostelnkloster 13 – 15
50672 Köln

Es wird keine Tagungsgebühr erhoben. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Teilnahmebescheinigungen nach § 15 FAO sind gegen eine Gebühr
i.H.v. € 50,00 erhältlich.


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